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15.6.2022
#crew

10 Jahre CAMAO: 6 Fragen an Anna

Stellt euch vor, ihr macht ein Kreuzworträtsel, und gesucht wird eine „Tiroler Frohnatur mit Hang zum Kreativen, steter Lust auf Prosecco und ganz großem Herzen“. Vier Buchstaben? Klarer Fall: Hier kann es sich nur um A-N-N-A handeln. Denn Anna Hartnauer ist Innsbruckerin, Grafikdesignerin und CAMAO Innsbruck mit Leib und Seele. Trotz räumlicher Trennung zu den meisten CAMAOs erfreut sie uns immer wieder mit ihrer großen Hilfsbereitschaft, dem feschen Akzent und der Lust, sich als Art Director aus der eigenen Komfortzone zu wagen. Pünktlich zum Zehnjährigen haben wir uns mit Anna unterhalten. Beispielsweise darüber, wie man nach so vielen Jahren noch frische Ideen entwickelt. Über berufliche FOMO. Und wie es ist, als Ehepaar nicht nur Bett, sondern auch Büro zu teilen. Viel Spaß!

Anna, wie bist du damals zu CAMAO gekommen?

Ich habe von 2010 bis 2012 für die Youth Olympic Games in Innsbruck gearbeitet und dort zusammen mit Eva (die seit 2020 auch ein Teil von CAMAO ist ❤️, Anm. d. Red.) das gesamte Corporate und Look of the Games der Spiele entworfen. Dann war im Februar 2012 dieses Mega-Groß-Event vorbei – und ich bin in ein totales Loch gefallen. Es gab für mich eigentlich nur eine Lösung: weg von daheim, auf zu neuen Ufern. Über mehrere Ecken habe ich dann von einem ausgeschriebenen Designer-Job bei CAMAO in München erfahren, mich beworben – und zack, wurde es München!

10 Jahre sind eine lange Zeit. Wie schaffst du es, auch heute noch neue, fancy-frische Ideen zu entwickeln, die nicht nur unsere Kunden begeistern, sondern auch dich selbst?

Ich glaube, das Geheimnis ist, dass ich mittlerweile schon sehr viel Berufserfahrung habe und vor allem auch weiß, was ich gut kann. Und dann ist es bei mir auch so, dass wenn ich mir sicher bin und weiß, dass die Menschen in meinem Umfeld mich schätzen – dann kann ich auch mal über den Tellerrand schauen und neue Dinge ausprobieren. Ich traue mich einfach mehr, wenn die Basis passt und mein Standing grundsätzlich schon gut ist.

Darüber hinaus liebe ich einfach optisch schöne Dinge – klare Formen und schöne Farbspielereien, schöne Typographie und so weiter. All das sauge ich im Alltag auf, ob das nun in der Mode ist, in der Natur, in Magazinen und auch im Interior Design. Das setzt sich in meinem Gehirn fest, bis es zur nächsten Herausforderung im Job kommt, und dann sprudelt es wieder aus mir heraus 😊.

Wie hast du dich in den 10 Jahren beruflich und persönlich weiterentwickelt?

Oh mei, 10 Jahre ist ja echt eine lange Zeit (und wenn ich das sage klinge ich nach meiner Oma), da ist schon wirklich viel passiert. Beruflich bin ich von einer Typografie-interessierten, klassische-Werbung-orientierten Print-Grafikerin zu einer Design-Allrounderin geworden, ich habe meine Scheu vor dem Webdesign im Laufe der Jahre abgelegt und mache mittlerweile auch viel im Online-Bereich. Ich muss aber sagen, meine Leidenschaft liegt nach wie vor in der klassischen Werbung. Ich liebe die Entwicklung von Corporate Designs, aber auch die Kampagnenarbeit mit allem, was dazugehört, von der Idee zum Foto-Shooting bis hin zu den ausgearbeiteten Designs – da kann man mir schon echt eine Freude machen. Und dann habe ich in den letzten Monaten noch entdeckt, wie gerne ich schreibe. Hier bin ich mit offenen Armen im Editorial aufgenommen worden, wofür ich allen Texter:innen – vor allem meinem Mentor Patrick – sehr, sehr dankbar bin. Diese Herausforderung bringt eine komplett neue Facette in meinem Hirn zum Vorschein und es ist toll, Worte mit Design zu verbinden.

Jetzt wollte ich schon zur nächsten Frage huschen – da ist mir aufgefallen, dass ich vergessen habe, das persönliche zu erwähnen, ha ha ha …

Tja, was soll ich sagen – das ist das Storyboard (m)einer Agency Love Story: Grafik Designerin trifft Concept Developer beim Rauchen in der Burgstraße, dann ein erstes Date und ein halbes Jahr lang verliebte Heimlichtuerei und danach in rasantem Tempo Haus gebaut (Mietwohnung bezogen), Kind gezeugt (in unserem Fall zwei) und Baum gepflanzt (in meinem Fall eher die Tomaten im Garten). Und dann sind Daniel und ich im Juni 2019 mit Kind und Kegel wieder in meine Heimat zurückgezogen, da CAMAO netterweise auch in Innsbruck einen Standort eröffnet hat – und Happy End.

Perfekte Überleitung: Daniel und du, ihr arbeitet nicht nur zusammen, sondern seid auch seit vielen Jahren miteinander verheiratet. Was ist das Geheimnis einer glücklichen Lebens- und Berufsehe?

Das klingt total abgelutscht, aber es ist schon die Trennung zwischen Beruf und Privatem (die uns mal mehr, mal weniger gelingt). Aber über die Jahre haben wir glaube ich ein gesundes Gleichgewicht gefunden – sodass wir manchmal abends zuhause bei einem Glaserl Wein Ideen für die Agentur spinnen können, und es trotzdem auch okay sein muss, wenn einer von uns sagt: „Nicht jetzt, ich hab grad genug von CAMAO, ich brauch dich jetzt bitte privat!“ Außerdem wollen wir im Büro natürlich auch lieber die Arbeitskollegen Daniel und Anna sein – ich weiß nicht, wie toll Eva und Natalie es finden würden, wenn wir während eines Meetings zu Knutschen anfingen. 😀

Es kann in manchen Situationen ja sogar hilfreich sein, wenn man als Ehepartner in derselben beruflichen Situation ist: Das bringt oft viel mehr Geduld und Verständnis füreinander – in nächtlichen Pitch-Phasen zum Beispiel, oder wenn ein geplanter Urlaubstag dann plötzlich doch keiner mehr ist ...

Innsbruck ist jetzt nicht gerade um die Ecke, und ein Großteil des CAMAO-Lebens spielt sich in Darmstadt oder München ab? Hast du da nicht manchmal Angst, etwas zu verpassen?

Früher war das so, ja. Aber seit wir in Innsbruck so ein tolles Büro und ein noch viel tolleres Team haben, fühlt sich das wie eine zweite Familie an – vielleicht gerade deshalb, weil wir hier „nur“ zu viert sind. Klar, hier in Innsbruck könnten locker noch 1, 2 Menschen mehr arbeiten, aber wir bekommen ja oft Besuch von anderen CAMAOs, das macht's dann wieder wett. Außerdem tun wir sehr viel dafür, dass der CAMAO Spirit bei uns in Innsbruck mindestens genauso groß ist wie in den anderen Standorten. Zum Beispiel mit Blumen und frischem Obst, mit gemeinsamen Mittagessen, mitgebrachtem Kuchen – und auch mal einem Fläschchen Prosecco am Nachmittag.

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